Geschichte ist wie eine Pinakothek, wo es nur wenige Originale, aber sehr viele Kopien gibt.

Charles Alexis Henri Clérel de Tocqueville

In über 140 Jahren kann viel passieren.
So auch beim „Schneider Jäger“

Vom Schneider für Herren- und Knabenkleider zum führenden Trachtenhaus im Oberland ist es ein weiter und bewegter Weg, der nur mit engagierten Menschen und viel Liebe zur Tracht und zur Heimat zu bewältigen war. Bis heute arbeiten wir daran, Originale zu erschaffen und Traditionen zu erhalten.

  • 1876: 
Josef Jäger begründet in seinem kleinen Häuschen in Miesbach den „Schneider Jäger“.
  • Vor 1900: 
Das kleinen Häuschen mit Garten wird ihm bald zu eng. Abreißen ist jedoch unmöglich, da er ja in dem Häuschen lebte und arbeitete. Also wird das neue und größere Haus um das alte herum gebaut. Erst als dieses große Haus bereits überdacht und die ersten Räume geschaffen sind, wird das alte Häuschen abgebrochen und aus dem neuen Haus herausgeschafft.
  • Vor 1910: 
Sein Sohn, der „erste“ Karl Jäger, baut das Anwesen in seiner heutigen Form aus. Nur der wunderschöne Erker fehlte noch.
  • um 1910: 
Unter der Regie des „ersten“ Karl Jäger entsteht auch die „Original Miesbacher Joppe“ in ihrer heutigen Form.
  • um 1926: 
Der erste Katalog mit den wichtigsten Standard-Trachten entsteht. Es entwickelt sich ein reger Versandhandel, der auch viele Trachtenvereine in der „neuen Welt Amerika“ zu seinen Kunden zählt. Der heutige Hauseigentümer, Karl Jäger (der Dritte), geht als Mediziner seine eigenen Wege.
  • 1976: 
Das Geschäft wird an Michael Wismeth verpachtet. Die Herstellung von Dienstbekleidung und Uniformen aller Art wird zum zweiten Standbein des „Schneider Jäger“.
  • 1996: 
Die Brüder Johannes und Markus Reiter übernehmen das Unternehmen von Michael Wismeth. Damit bleibt das Unternehmen weiterhin in kompetenten Händen. Markus ist Diplomkaufmann und Johannes Textiltechniker. Zudem stammen sie aus einer alteingesessenen Textiler Familie. Ihr Vater Josef Reiter betreibt in Dietramszell eine Lodenweberei und hat sich damit nicht nur in der Fachwelt einen Namen für Qualitätserzeugnisse gemacht. Reiter-Loden stellen seit über 50 Jahren Lodenstoffe vom Feinsten her. Zusammen mit der eigenen Schneiderei beim Trachtenhaus Jäger entstand eine Verbindung, bei der beide Partner ihre Stärken voll zur Geltung bringen können.
  • 1999: 
Ausgliederung der Dienst- und Berufsbekleidung aus dem Trachtenhaus Karl Jäger in die Reiter Corporate Fashion. Als gelungenen Einstand dafür gewinnen die beiden Brüder die Ausstattung der Dienstbekleidung der neuen Messe München.
  • 1999: 
Überarbeitung der „Urform“ der heutigen Tegernseer Joppe zum 100-jährigen Gründungsjubiläum des „Oberlandler Gauverbandes“.
  • 2000: 
Gewinn der Ausschreibung für die EXPO 2000 in Hannover. Reiter Corporate Fashion kleidet die Mitarbeiter der Weltausstellung ein.
  • 2001: 
125-jähriges Jubiläum des Trachtenhaus Karl Jäger. Zu diesem Anlass entwirft Johannes Reiter seine „Jubiläums-Joppe“, die aus extra angefertigtem Reiter-Loden gefertigt wird.
  • 2005: 
Im September eröffnet die Filiale in Rosenheim.
  • 2006: 
130 Jahre Karl Jäger. Eine Joppe aus speziellem „Geburtstags-Loden“ wird gefertigt.