Die Entdeckung des Wunderbaren im Alltäglichen 
bedarf der Fähigkeit, mit den Augen des Herzens sehen zu können.

Ernst Ferstl

Westen

Noch bis ins frühe 20. Jahrhundert gehörte die Weste fast zwingend zum Männeranzug. Und auch heute erfreut sich die Weste, oder das „Gilet“, wie es in Bayern auch genannt wird, wieder größter Beliebtheit.  Egal ob zum Anzug, der Lederhosen oder einfach zur Jeans. Für viele ist die Weste die perfekte Abrundung der Garderobe.

Die Weste wurde ursprünglich als Unterjacke zu einem „Justaucorps“  getragen und entstand aus dem Wams. War sie anfangs meist noch mit Ärmeln ausgestattet, wurde sie im frühen 18. Jahrhundert zu einer knielangen Schoßweste. Ab Mitte des 18. Jahrhunderts war sie fast immer ärmellos und nur noch hüft lang. Am Ende des Jahrhunderts endete sie kurz unter der Taille.